Formeln & Glossar
Alle Schlüsselbegriffe und Formeln aus den Kapiteln an einem Ort — durchsuchbar und nach Kapitel filterbar.
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67 Einträge
- IBA-Prüfungsgewichtung
- Ca. 60 % Spektroskopie und 40 % Trennmethoden, Zeit frei über 2 Stunden.K1 · Prüfungsprofil und Lernstrategie
- Spektroskopie-Hilfsmittel
- 2 DIN-A4-Seiten handschriftliche, eigenständig erstellte Zusammenfassung; Periodensystem wird gestellt; Taschenrechner und Lineal/Geodreieck sind sinnvoll.K1 · Prüfungsprofil und Lernstrategie
- IR-Spektroskopie
- Regt Molekülschwingungen/Rotationen an. Sichtbar sind Schwingungen, bei denen sich das Dipolmoment ändert.K2 · Spektroskopie auf einen Blick
- UV/Vis-Spektroskopie
- Regt elektronische Übergänge an; relevant bei π-Systemen, Aromaten, Farbstoffen, Chromophoren und Metallkomplexen.K2 · Spektroskopie auf einen Blick
- NMR
- Regt Kernspinübergänge im Magnetfeld an. Die Energieabstände sind sehr klein; Auswertung über ppm, Integration und Kopplung.K2 · Spektroskopie auf einen Blick
- Massenspektrometrie
- Keine elektromagnetische Absorption: Moleküle müssen ionisiert werden und werden nach m/z analysiert.K2 · Spektroskopie auf einen Blick
- Spektroskopie-Formelblatt
- Nur 2 DIN-A4-Seiten, handschriftlich/eigenständig, mit Name und Datum. Priorität: Umrechnungen, Lambert-Beer, NMR ppm, MS m/z, Auflösung.K2 · Spektroskopie auf einen Blick
- Lambert-Beer
- . Für Quantifizierung: Blindwert, Kalibrierbereich, passende Wellenlänge, saubere Küvette.K3 · UV/Vis und Fluoreszenz
- Absorbanz 2
- A=2 bedeutet T=10^-2=1 % Transmission. Kleine Intensität am Detektor: Fehler und Nichtlinearität werden wichtiger.K3 · UV/Vis und Fluoreszenz
- Chromophor
- Strukturelement, das Licht absorbiert: π-Systeme, Aromaten, konjugierte Doppelbindungen, Farbstoffe, Metallkomplexe.K3 · UV/Vis und Fluoreszenz
- Protein bei 200/280/500 nm
- 200 nm: Peptidbindung, empfindlich aber unspezifisch. 280 nm: Trp/Tyr/Phe, proteinspezifischer. 500 nm: Farbstoffe/prosthetische Gruppen.K3 · UV/Vis und Fluoreszenz
- Stokes-Verschiebung
- Emission bei längerer Wellenlänge als Anregung, weil vor der Emission Energie strahlungslos verloren geht.K3 · UV/Vis und Fluoreszenz
- Quenching
- Abnahme der Fluoreszenz durch Energie- oder Elektronentransfer, Kollisionen, Sauerstoff, Nähe zu Quenchern oder ungünstige Matrix.K3 · UV/Vis und Fluoreszenz
- IR-Aktivität
- Eine Schwingung erscheint im IR-Spektrum, wenn sich das Dipolmoment während der Schwingung ändert.K4 · Infrarotspektroskopie
- Schwingungsfreiheitsgrade
- Nichtlineare Moleküle: 3N-6. Lineare Moleküle: 3N-5.K4 · Infrarotspektroskopie
- Wellenzahl
- ; praktisch: .K4 · Infrarotspektroskopie
- Breite IR-Banden
- O-H/N-H-Banden werden durch Wasserstoffbrücken und Verteilung ähnlicher Bindungsumgebungen breit.K4 · Infrarotspektroskopie
- ATR
- Attenuated Total Reflection: Probe liegt auf Kristall; evaneszentes Feld dringt nur oberflächennah ein. Schnell, wenig Probenvorbereitung.K4 · Infrarotspektroskopie
- IR vs. Raman
- IR braucht Dipolmomentänderung, Raman Polarisierbarkeitsänderung. Beide liefern komplementäre Schwingungsinformation.K4 · Infrarotspektroskopie
- NMR-aktive Kerne
- Kerne mit Kernspin I≠0. Gerade Protonen- und Neutronenzahl ergibt häufig I=0, z.B. 12C und 16O.K5 · NMR-Spektroskopie
- Resonanzfrequenz
- . Höheres Magnetfeld gibt höhere Resonanzfrequenz und bessere spektrale Trennung in Hz.K5 · NMR-Spektroskopie
- ppm
- Geräteunabhängige relative Verschiebung: gleiche ppm-Lage, aber größere Hz-Abstände bei höherem MHz-Gerät.K5 · NMR-Spektroskopie
- Multipletts
- Entstehen durch Spin-Spin-Kopplung mit benachbarten, magnetisch nicht äquivalenten Kernen. n Nachbarprotonen ergeben näherungsweise n+1 Linien.K5 · NMR-Spektroskopie
- FID und Fourier-Transformation
- Das NMR-Zeitsignal enthält Frequenzinformationen. Fourier-Transformation erzeugt das Spektrum.K5 · NMR-Spektroskopie
- NMR-Nachteile
- Relativ geringe Sensitivität, teure starke Magnete, Probenmenge/Reinheit wichtig; dafür sehr struktur- und dynamikinformativ.K5 · NMR-Spektroskopie
- MS-Aufbau
- Ionenquelle, m/z-Analysator, Detektor, Vakuum, Signal-/Datenverarbeitung.K6 · Massenspektrometrie
- ESI-MS
- Weiche Ionisation aus Lösung bei Atmosphärendruck; Biomoleküle erscheinen oft mehrfach geladen.K6 · Massenspektrometrie
- MALDI-MS
- Matrix absorbiert Laserenergie, unterstützt Desorption/Ionisation und schützt den Analyten; häufig einfach geladene Ionen.K6 · Massenspektrometrie
- Positive ESI-Ionen
- . Umgestellt: .K6 · Massenspektrometrie
- Isotopenabstand
- Innerhalb eines Ladungszustands gilt näherungsweise Δ(m/z)=1/z. Abstand 0,2 bedeutet z=5.K6 · Massenspektrometrie
- MS-Auflösung
- , häufig mit FWHM. Hohe Auflösung trennt nahe Isotopen-/Massenpeaks.K6 · Massenspektrometrie
- AAS
- Freie Atome absorbieren elementspezifische Linien. Signal wird über Standards/Kalibrierung in Konzentration übersetzt.K7 · AAS, Elementanalytik und Qualitätssicherung
- Hohlkathodenlampe
- Elementspezifische Linienquelle für AAS; Kathodenmaterial enthält das zu bestimmende Element.K7 · AAS, Elementanalytik und Qualitätssicherung
- AES/OES
- Atome/Ionen werden angeregt und emittieren Licht beim Rückfall. ICP-OES nutzt Plasma als Anregungsquelle.K7 · AAS, Elementanalytik und Qualitätssicherung
- ICP-MS
- Plasma erzeugt Ionen; Massenspektrometer misst elementspezifische m/z. Sehr empfindlich, multi-elementfähig.K7 · AAS, Elementanalytik und Qualitätssicherung
- Kalibrierung
- Zusammenhang zwischen Messsignal und bekannter Größe/Konzentration herstellen.K7 · AAS, Elementanalytik und Qualitätssicherung
- Validierung
- Nachweis, dass eine Methode für den vorgesehenen Zweck geeignet ist.K7 · AAS, Elementanalytik und Qualitätssicherung
- Retentionsfaktor k
- . Er beschreibt, wie lange ein Analyt relativ zur Totzeit in der stationären Phase zurückgehalten wird.K8 · Chromatographie-Grundlagen
- Relative Retention α
- für zwei Peaks mit k2 größer k1. Selektivität verändert die Peakabstände und wirkt besonders stark auf die Auflösung.K8 · Chromatographie-Grundlagen
- Chromatographische Auflösung
- . R≈1,5 bedeutet meist Basislinientrennung.K8 · Chromatographie-Grundlagen
- Theoretische Böden
- N beschreibt Säuleneffizienz: große N und kleine H bedeuten schmale Peaks und bessere Detektion.K8 · Chromatographie-Grundlagen
- Van-Deemter
- . A: Eddy-Diffusion, B: Längsdiffusion, C: Stofftransport.K8 · Chromatographie-Grundlagen
- Tailing
- Später auslaufender Peakschwanz, oft durch starke Adsorptionsstellen, Silanolgruppen, Totvolumina oder gealterte/schlecht gepackte Säulen.K8 · Chromatographie-Grundlagen
- RP-HPLC
- Unpolare stationäre Phase, relativ polare mobile Phase. Unpolare/hydrophobe Analyten werden stärker zurückgehalten.K9 · HPLC, RP und Ionenchromatographie
- Gradientenbetrieb
- Zeitlich veränderte mobile Phase; spät eluierende Peaks werden beschleunigt und oft schmaler. Niederdruckgradient: einfacher/träger; Hochdruckgradient: schneller/teurer.K9 · HPLC, RP und Ionenchromatographie
- RI-Detektor
- Universell und zerstörungsfrei, aber ca. 1000-fach unempfindlicher als UV/VIS und für Gradienten ungeeignet.K9 · HPLC, RP und Ionenchromatographie
- DAD
- Diodenarray-Detektor: gesamtes UV/VIS-Spektrum pro Peak, hilfreich für Peakreinheit/Identifikation.K9 · HPLC, RP und Ionenchromatographie
- Ionenchromatographie
- Trennt Anionen oder Kationen über Ionenaustausch; Detektion häufig über Leitfähigkeit mit Suppression.K9 · HPLC, RP und Ionenchromatographie
- Suppressor
- Senkt Eluenten-Hintergrundleitfähigkeit und erhöht Analytleitfähigkeit; Nachteil: zusätzliches Volumen/Regeneration.K9 · HPLC, RP und Ionenchromatographie
- GC-Eignung
- Analyt muss flüchtig/verdampfbar und thermisch stabil sein; sonst HPLC oder Derivatisierung.K10 · GC, Detektoren und Probenaufgabe
- FID
- Flammenionisationsdetektor; sehr gut für viele organische Verbindungen, stoffstromabhängig und destruktiv.K10 · GC, Detektoren und Probenaufgabe
- ECD
- Elektronenauffangdetektor; besonders empfindlich für elektronegative Gruppen, z.B. Halogene und Nitrogruppen.K10 · GC, Detektoren und Probenaufgabe
- WLD/TCD
- Wärmeleitfähigkeitsdetektor; universell, konzentrationsabhängig, zerstörungsfrei, aber weniger empfindlich.K10 · GC, Detektoren und Probenaufgabe
- Headspace
- Probe wird im Vial temperiert; flüchtige Analyten werden aus dem Gasraum injiziert. Gut für volatile Stoffe aus Matrix.K10 · GC, Detektoren und Probenaufgabe
- Temperaturprogramm
- Steigende Ofentemperatur beschleunigt hochsiedende Komponenten, verkürzt Laufzeit und reduziert späte Peakverbreiterung.K10 · GC, Detektoren und Probenaufgabe
- Isoelektrische Fokussierung
- Trennung nach isoelektrischem Punkt pI im stabilen pH-Gradienten; am pI ist die Nettoladung null.K11 · Proteinanalytik und elektrophoretische Trennungen
- SDS-PAGE
- SDS denaturiert Proteine und gibt ähnliches Masse-zu-Ladungs-Verhältnis. Trennung dann vor allem nach Molekülmasse.K11 · Proteinanalytik und elektrophoretische Trennungen
- GPC/SEC
- Größenausschluss: große Moleküle eluieren früher, weil sie weniger Porenvolumen nutzen.K11 · Proteinanalytik und elektrophoretische Trennungen
- HIC
- Hydrophobe Interaktionschromatographie: hohe Salzkonzentration fördert Bindung nativer Proteine; sinkendes Salz eluiert.K11 · Proteinanalytik und elektrophoretische Trennungen
- IMAC
- His-tag-Proteine binden an immobilisierte Metallionen, z.B. Ni2+; Elution mit Imidazol, pH-Absenkung oder EDTA.K11 · Proteinanalytik und elektrophoretische Trennungen
- Kapillarelektrophorese
- Trennung nach elektrophoretischer Mobilität in Kapillare; EOF transportiert auch neutrale und negative Analyten zur Kathode.K11 · Proteinanalytik und elektrophoretische Trennungen
- Externer Standard
- Standard und Probe getrennt messen. Bei Einpunktkalibration: cProbe=AProbe/(AStd/cStd).K12 · Quantifizierung und Klausurtraining
- Interner Standard
- Bekannte Menge ähnlicher Substanz zur Probe; kompensiert Aufarbeitung/Injektion über Signalverhältnis.K12 · Quantifizierung und Klausurtraining
- RRF
- Relative Response Factor korrigiert unterschiedliche Detektorempfindlichkeit von Analyt und internem Standard.K12 · Quantifizierung und Klausurtraining
- Standardaddition
- Probe wird mit bekannter Analytmenge aufgestockt; besonders bei Matrixeffekten.K12 · Quantifizierung und Klausurtraining
- 100%-Verfahren
- Reinheit aus Peakflächenanteil, ohne Kalibrierung. Nur sinnvoll, wenn Response aller Komponenten vergleichbar ist.K12 · Quantifizierung und Klausurtraining
- TOC
- Gesamtorganischer Kohlenstoff. Beiträge bekannter Stoffe über C-Anzahl und Molmasse in C-Massenkonzentration umrechnen.K12 · Quantifizierung und Klausurtraining